Überlegst du, Norwegen außerhalb der Hochsaison zu erleben? Dann kannst du dich schon jetzt freuen. Der Herbst bietet nämlich eine ganze Reihe wunderbarer Erlebnisse – und als zusätzlichen Bonus bekommst du deinen Urlaub oft günstiger als in der Sommerferienzeit.
In diesem Artikel haben wir 10 gute Gründe gesammelt, unser schönes Nachbarland im Herbst zu besuchen.
1. Weniger Andrang an den großen Naturattraktionen
Träumst du davon, auf dem Gipfel des Preikestolen zu stehen, zum schwindelerregenden Kjeragbolten am Lysefjord zu wandern oder von Fløyen oder Ulriken aus über Bergen zu blicken? Dann wirst du im Herbst deutlich weniger Besucher erleben – und damit mehr Platz und Ruhe, um die Tour und die Aussicht zu genießen. Der Preikestolen wird zum Beispiel im Juni und Juli am stärksten besucht, wenn für die meisten Länder Europas Reisesaison ist.

Foto: Espen Bakketun / visitbergen.com
2. Die einzigen Staus, denen du begegnest, sind... Elchkühe
Der Verkehr in Norwegen ist generell weniger von Staus betroffen als zum Beispiel in Deutschland, egal wann du das Land besuchst. In der Hochsaison können dennoch Staus entstehen, etwa wenn deine Route in die Nähe der großen Städte führt oder Fährüberfahrten über einige der westnorwegischen Fjorde einschließt. Außerhalb der Saison erlebst du selten Gedränge – höchstens mal ein paar Elchkühe mit ihren Kälbern, die die Straße überqueren und den Verkehr kurz zum Stehen bringen.
3. Weniger Andrang in Museen und an anderen Attraktionen
Nimmst du dir gerne Zeit, um Kunstwerke und Atmosphäre in Ruhe zu erleben, wenn du ein Museum besuchst? Dann kannst du im Herbst beruhigt Kurs auf Norwegen nehmen. Hier findest du in der Regel immer genug Platz und Ruhe zum Eintauchen – egal, ob du in Griegs Leben in seinem Zuhause Troldhaugen bei Bergen eintauchst oder Dampfzüge und hundert Jahre alte Waggons auf der Setesdalsbanen erlebst, Norwegens längste Museumseisenbahn, gleich vor den Toren von Kristiansand.

Foto: Frida Neverdal / Visit Sørlandet
4. Die Natur strotzt vor Früchten und Herbstfarben
Der Herbst in der norwegischen Natur ist etwas ganz Besonderes. Hier kannst du auf Beerensuche nach Blaubeeren, Preiselbeeren und vielleicht der einen oder anderen seltenen Moltebeere gehen – aber noch fantastischer ist eine Wanderung im Hochgebirge rund um zum Beispiel Hovden, Rauland oder Vrådal, wo das Heidekraut mit einem einzigartigen Farbenspiel aus Rot-, Gelb- und Orangetönen aufwartet, das sich um dich herum wellt.
5. Es ist leichter, eine Unterkunft an den begehrten Orten zu bekommen
Träumst du davon, in einem der unglaublich charmanten historischen Hotels zu übernachten, die es überall in der schönen norwegischen Landschaft gibt? Außerhalb der Hochsaison ist die Chance auf ein Zimmer oft größer, während es in der Hochsaison schwierig sein kann, an den beliebten Unterkünften noch Platz zu bekommen.
Das Gleiche gilt für Campingplätze mit besonders guter Lage oder Orte in der Natur, die sich besonders gut zum Parken für Wohnmobile eignen.
6. Die Preise sind niedriger als in der Hochsaison
Genau wie bei uns steigen auch in Norwegen viele Übernachtungspreise in der Hochsaison etwas an. Das bedeutet umgekehrt, dass du sowohl Hütten und Ferienwohnungen als auch Hotelzimmer oft zu wirklich guten Preisen findest, wenn du außerhalb der Hochsaison reist – besonders, wenn du zusätzlich die Möglichkeit hast, unter der Woche statt am Wochenende zu reisen.
Und genau wie bei den Übernachtungspreisen in Norwegen richten sich natürlich auch die Preise für unsere eigenen Überfahrten nach Angebot und Nachfrage – und sind deshalb außerhalb der Hochsaison ebenfalls meist niedriger. Behalte dabei auch unsere Pauschalangebote und unseren Niedrigpreiskalender im Blick – vielleicht gibt es genau für deine Reisedaten ein gutes Angebot?

Foto: Visit Bergen / Casper Steinsland - visitBergen.com
7. Der Sternenhimmel zeigt sich deutlicher über dir
In den norwegischen Hochgebirgsregionen, etwa rund um Hovden, Rauland und Vrådal, liegen die Städte oft weit auseinander, und es gibt kaum Lichtverschmutzung. Das sorgt für richtig gute Bedingungen, um an einem klaren Herbstabend bei der Hütte oder deiner Unterkunft den Sternenhimmel über dir zu beobachten.
8. Möglichkeit, Nordlichter zu sehen
Und wo wir gerade beim Himmel sind – am norwegischen Herbsthimmel besteht auch die Möglichkeit, Nordlichter zu sehen, besonders von den dunklen Hochgebirgsregionen in Agder und Telemark aus. Die Chance steigt, je weiter nördlich du kommst, aber auch hier in Südnorwegen kannst du Glück haben und das schöne Farbenspiel sehen, falls während deines Aufenthalts ein Sonnensturm auftritt.
9. Lokale Spezialitäten probieren
Im Herbst sind die norwegischen Restaurants voll mit frisch geernteten, lokalen Zutaten. Die Obsternte ist eingebracht, aus den köstlichen Beeren der Natur werden Marmelade und Kompott gekocht, und Wildfleisch und Lamm mit neuen Kartoffeln, Karotten und Pfifferlingen stehen weit oben auf den Speisekarten, wenn der Kalender auf September und Oktober zugeht.
Die vielen Köstlichkeiten lassen sich in Restaurants und Cafés genießen – aber achte unterwegs auch auf die vielen kleinen Hofläden, an denen du vorbeikommst: Hier lassen sich oft schöne lokale Leckereien für zu Hause kaufen.
10. Schöne Erlebnisse das ganze Jahr über
Neben der großen Natur bietet Norwegen auch eine Reihe von Erlebnissen, die sich das ganze Jahr über genießen lassen. Ein Besuch der Heddal-Stabkirche in Telemark, Norwegens größte Stabkirche und nicht weit von Rauland und Vrådal entfernt, lässt sich zum Beispiel genauso gut im Frühling oder Herbst unternehmen – und ist das Wetter im Sommer schön, wäre es fast schade, einen Tag des Sommerurlaubs in einem Museum oder historischen Gebäude zu verbringen. Sowohl in den größeren Städten als auch in den kleineren Ferienorten Norwegens gibt es oft jede Menge spannende, unterhaltsame oder lehrreiche Indoor-Aktivitäten, die Groß und Klein lieben werden – ganz gleich, zu welcher Jahreszeit du sie besuchst.

Foto: Vegard Aasen / VERI Media / FjordNorge
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